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Mittwoch, 20. April 2011

Nachschlag




"Eine 39 Jahre alte Leiharbeiterin hat vom Krefelder Arbeitsgericht 13.200 Euro Lohn-Nachzahlung rückwirkend für vier Jahre zugesprochen bekommen."

wdr

"Verfassungsschutzpräsident und Staatssekretär im Verteidigungsministerium: Kaum ein anderer deutscher Spitzenbeamter ist so tief gefallen wie Ludwig-Holger Pfahls. Jetzt schreibt die bayerische Justiz die Geschichte fort: Pfahls muss sich voraussichtlich abermals vor Gericht verantworten - wegen Bankrotts in 93 Fällen, Betrugs und Erpressung."

Nicolas Richter: Der tiefe Fall des Ludwig-Holger Pfahls. süddeutsche, 20. April 2011.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Ungültige Tarifverträge durch die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften


Die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften hat jahrelang Niedriglohnstandards in der Leiharbeitsbranche gesetzt. Nun hat das
Bundesarbeitsgericht der CGZP die Tariffähigkeit abgesprochen.

Nach dem Urteil können Nachforderungen in Milliardenhöhe gestellt werden.

Der DGB stellt hierfür Merkblätter und Formulare für die betroffenen LeiharbeiterInnen bereit.


http://www.dgb.de/-/qGt

wiso: Tarifverträge geplatzt. Recht auf gleichen Lohn. 20.12.2010.

Wie das Fernsehmagazin frontal21 zur Sendung am 08.03.2011, 21.00 Uhr im ZDF mitteilt, hat die Artos-Unternehmensgruppe mit Sitz in Dortmund den Christlichen
Gewerkschaften jahrelang Leiharbeiter als Mitglieder zugeführt, und das häufig ohne Wissen der davon Betroffenen. Den Leiharbeitern wurde bei ihrer Arbeitsvertragsunterzeichnung einfach dreist Beitrittserklärungen zu dieser Gewerkschaft untergeschoben, so dass sie von ihrer Mitgliedschaft in der Regel überhaupt nichts ahnten. Der Gewerkschaftsbeitrag wurde vom gezahlten Minigehalt direkt einbehalten, und zwar "GB Sachbezug" kodiert, so dass er den wenigsten auffiel.

"Nach Einschätzung des Fachanwalts für Strafrecht, Professor Tido Park aus
Dortmund, besteht der Verdacht des „gewerbsmäßigen Betrugs“ seitens des
Zeitarbeitsunternehmens. „Und Gewerkschaftsfunktionäre, die sich wissentlich daran
beteiligen, begehen eine Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug“, so Park gegenüber
Frontal21."

PRESSEMITTEILUNG zur Sendung am 08.03.2011, 21.00 Uhr im ZDF

Generelle Anmerkung:
Interessierte Leser von ZDF-Veröffentlichungen seien daran erinnert, dass derartige ZDF-Aufklärung nur zeitlich befristet zu haben ist. Nicht nur dass die macher von solchen Sendungen unter politischen Druck geraten: Internetpublikationen des deutschen öffentlichen Fernsehens wurden per Gesetz dazu verpflichtet, ihre Archive turnusmäßig zu löschen. Dies Gesetz wurde auf Wunsch der Verlegerkonzerne verabschiedet. Die praktische Quintessenz: Man sollte sofort auf den eigenen Rechner downloaden, was einem auf Dauer wichtig erscheint.

Samstag, 28. August 2010

Zeitarbeiten in Lothringen, via Luxemburg

Im Jahre 2009 haben Zeitarbeitsfirmen, die in Luxemburg beheimatet sind, dem Luxemburger Sozialversicherungszentrum mehr als 205.000 Arbeitsaufträge gemeldet. Davon bezogen sich 20.500 auf Aufträge, die in Frankreich ausgeführt wurden, wovon 4.000 Beschäftigte betroffen waren, die in Frankreich selbst wohnen.

Seit dem 1. Mai 2010 hat sich die diesbezügliche EU-Regelung etwas geändert. Wenn der oder die Beschäftigte zuvor noch nicht bei der Luxemburger Sozialversicherung gemeldet war, wird die Anmeldung in gewissen Fällen von der Luxemburger Sozialversicherung an die zuständige Stelle in seinem Wohn- und Beschäftigungsland weitergereicht.

Ivano Iogna Prat: Détachement de travailleurs intérimaires. C’était intéressant pour les patrons... non ? Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek, 28. August 2010.

Sonntag, 8. August 2010

"Warum die Zeitarbeit boomt" - in Deutschland

Der Journalist Günter Bartsch beobachtet die angeblichen "schulpädagogischen" PR-Aktivitäten der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft".

Trau schau wem, IG Metall. 06.08.2010.

Das Anwachsen von Zeitarbeit in Deutschland wird von der INSM als Indiz für einen angeblich sich vollziehenden Wirtschaftsboom dargestellt: die Neue schöne Welt einer nicht mehr ganz so sozialen Marktwirtschaft.

Hingegen wird von der INSM massiv dagegen geschossen, dass ein Zeitarbeiter zu denselben vertraglichen Konditionen am selben Arbeitsplatz beschäftigt werden sollte wie einer, der der Stammbelegschaft angehört. In Luxemburg ist dies Gesetz.